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Kommission drängt EU-Staaten zur Einführung nationaler Validierungssysteme

Fähigkeiten und Kompetenzen, die Menschen außerhalb von Schule und Hochschule erworben haben, sollen besser anerkannt werden. Das fordert die Europäische Kommission in einer im September vorgelegten Empfehlung.

Angesichts der Arbeitslosenzahlen in Europa will die Kommission so insbesondere die Arbeitsmarktchancen von jungen Menschen und von Menschen mit wenig formalen Qualifikationen erhöhen.


"Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die am Arbeitsplatz, bei zivilgesellschaftlichen Gruppen oder im Internet vorhandenen Gelegenheiten zum Lernen optimal nutzen, um so ihre Kompetenzen auszubauen und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern," sagte Androulla Vassiliou, Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. "In Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit hoch und das Wachstum gering ist, muss Europa ein ausgewogenes Angebot an Qualifikationen und Kompetenzen vorweisen können, denn nur so können wir für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und soziale Inklusion sorgen."

Mit dieser Empfehlung drängt die Kommission die Mitgliedstaaten zur Einführung nationaler Systeme zur Validierung der Ergebnisse nichtformalen und informellen Lernens bis zum Jahr 2015. Gibt es solche Systeme, so können Bürgerinnen und Bürger eine vollständige oder teilweise Qualifikation auf der Grundlage von Fähigkeiten und Kompetenzen erlangen, die sie außerhalb des Systems der formalen Bildung erworben haben. Umfassende Systeme für die Validierung der Ergebnisse nichtformalen und informellen Lernens gibt es derzeit nur in Finnland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden.

 Der Kommissionsvorschlag zum neuen "Erasmus für alle"-Programm ab 2014 sieht eine Finanzierung sämtlicher Bildungssektoren vor, also auch des nichtformalen und informellen Lernens.

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Quelle: Vertretung der Europäoschen Kommision in Deutschland